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Das Fernstudium an einer Fernuniversität oder Fernhochschule ist eine beliebte Form der Fort- und Weiterbildung, die jährlich etwa eine Viertelmillion Deutsche nutzen. Moderne Lernformen und die Integration von onlinebasierten Portalen haben das dezentrale Studium deutlich verändert. Neben der zeitlichen Flexibilität erlaubt das serverunterstützte Lernen heute auch den Kontakt zu Mitstudierenden.
Verschiedene Formen von Abschlüssen
Grundsätzlich ist der Begriff “Fernstudium” nicht ausschließlich wissenschaftlich orientierten Studiengängen vorbehalten. Das Spektrum der Fernhochschulen und Fernuniversitäten reicht von staatlich anerkannten Hochschulabschlüssen über allgemein- und berufsqualifizierende Lehrgänge bis zu nachholenden Schulabschlüssen. Die Ausrichtung und Qualität der jeweils angebotenen Abschlüsse erkennen Sie an der Bezeichnung des zu erwerbenden Abschlusses. Institutsinterne Abschlüsse führen anders als staatlich anerkannte Abschlüsse den Namen der verleihenden Bildungseinrichtung im Namen.
Qualitätsmerkmale der Fernhochschulen
Zur Anerkennung der im Fernstudium erworbenen akademischen Titel ist die Akkreditierung der jeweiligen Hochschule grundlegend. Die staatliche Anerkennung oder Zertifizierung sollte im Informationsmaterial der Hochschule deutlich ausgewiesen sein. Neben den von derzeit zehn berechtigten Agenturen verliehenen Akkreditierungen bestehen eine Vielzahl zusätzlicher Qualitätssiegel mit unterschiedlichen Aussagen. Beispielsweise zeigen die vom Deutschen Institut für Normung (DIN) vergebenen Zertifizierungen PAS 1037 und EN ISO 9001 ein Qualitätsmanagement für die spezifischen Anforderungen für Fernlern- und Weiterbildungseinrichtungen. Bei Werbung mit diesen Zertifikaten können Sie davon ausgehen, dass Strategieentwicklung, Verwaltungsstrukturen sowie Lern- und Bildungsberatung zukunftsgerichtet sind. Eine Zertifizierung nach Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWW) erlaubt Ihnen den Einsatz von Bildungsgutscheinen der Arbeitsagenturen.
Studienvoraussetzungen
Für die wissenschaftlichen Studiengänge sind dieselben formellen Voraussetzungen gefragt wie für Präsenzstudien. In der Regel ist das die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder in manchen Fachbereichen eine fachbezogene Eignungsprüfung. Die Zugangsvoraussetzungen im subakademischen Bereich liegen naturgemäß weniger in der Vorbildung als in den für übergreifend alle Fernstudien wichtigen persönlichen Voraussetzungen: Engagement, Willensstärke und Durchhaltevermögen.
Vorteile eines Fernstudiums
Wissenschaftliche Abschlüsse orientieren sich an den Regelstudienzeiten von vier bis acht Semestern. Die von einzelnen Fernakademien oder einer Fernuniversität für spezielle Zielgruppen eingerichteten Studiengänge variieren von wenigen Monaten bis zu zwei Jahren Dauer. Ein Fernstudium absolvieren Sie meistens berufsbegleitend und sind flexibel in der Ausgestaltung. Der erfolgreiche Abschluss erlaubt die Karriereentwicklung oder den Perspektivenwechsel ohne Zeitverlust. Die Vielzahl berühmter Absolventen der akademischen Fernhochschul-Studiengänge beweist, dass es möglich ist, eine Studienkarriere mit einer nicht-wissenschaftlichen Karriere zu kombinieren.